Berufliche Neuorientierung in zehneinhalb Monaten, davon rund fünfeinhalb Monate in Betrieben der Region. Für Menschen, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen können und noch nicht wissen, was stattdessen trägt.
Nach AZAV zugelassen und ISO 9001 zertifiziert. Das ist die formale Voraussetzung dafür, dass Ihr Reha-Träger die Kosten übernehmen darf.
Wir fragen nur, was wir brauchen, um Ihre Situation einschätzen zu können. Zu Ihrer Gesundheit möchten wir nichts wissen, weder im Formular noch am Telefon. Das klärt Ihr Kostenträger, nicht wir.
Lieber direkt anrufen?
02551 81121
Steinfurt · Mo–Fr
Unverbindlich · Rückruf innerhalb eines Werktags · Keine Weitergabe an Dritte
FibA richtet sich an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf nicht weiterführen können und die Richtung erst noch finden müssen.
In beiden Fällen klären wir im Erstgespräch, ob FibA passt. Das kostet Sie nichts und verpflichtet zu nichts.
Steht die Richtung schon fest und heißt sie Büro? Dann ist ProFO der direktere Weg: neun Monate, mit Qualifizierung statt Orientierung. Der Vergleich weiter unten stellt beide nebeneinander.
Die Frage „Was soll ich jetzt machen?“ ist nach einem gesundheitlichen Einschnitt oft nicht zu beantworten. Nicht aus Unentschlossenheit, sondern weil die Erfahrung fehlt: Wie lange halte ich durch? Was strengt an, was geht leichter als gedacht?
FibA dreht deshalb die Reihenfolge um. Am Anfang steht keine Entscheidung, sondern eine Bestandsaufnahme: was Sie mitbringen, worauf sich aufbauen lässt. Danach kommen EDV, kaufmännische Grundlagen und Lager und Logistik, im Wechsel mit zwei Phasen im Betrieb.
Am Ende stehen drei Dinge fest: was Sie können, was Sie über einen vollen Arbeitstag durchhalten und wo Sie es gezeigt haben. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden.
Unterrichtet wird Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr in Präsenz. Zwei Fachrichtungen stehen zur Wahl, kaufmännisch-verwaltend und Lager und Logistik. Was davon für Sie in den Vordergrund rückt, ergibt sich unterwegs.
Schritt 1diese Woche
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Am Telefon klären wir, welcher der drei Standorte für Sie erreichbar ist und wie weit Sie bei Ihrem Kostenträger sind.
Schritt 2danach
Sie sehen die Räume, wir gehen die vier Phasen und den Tagesablauf durch und Sie bekommen eine Liste der Unterlagen, die Ihr Kostenträger braucht.
Schritt 3
Die Deutsche Rentenversicherung oder ein anderer Reha-Träger prüft, ob die Maßnahme bewilligt wird. Neben den gesundheitlichen gibt es dabei auch versicherungsrechtliche Voraussetzungen.
Monat 1 bis 3Phase 1
Ressourcendiagnostik, berufliche Orientierung, EDV, Lager und Logistik I, Bewerbungstraining und Gesundheitsförderung. Ankommen und sortieren.
Monat 4 bis 5im Betrieb
Sie arbeiten in einem Betrieb der Region mit und sehen unter realen Bedingungen, wie ein Arbeitstag für Sie läuft. Parallel bauen Sie berufsspezifische Fähigkeiten auf oder frischen sie auf.
Monat 6 bis 7Phase 3
Schlüsselqualifikationen, Medienkompetenz, kaufmännisch-verwaltende Qualifizierung und Lager und Logistik II. Die Gesundheitsförderung läuft weiter mit.
Monat 8 bis 10,5im Betrieb
Dreieinhalb Monate in einer Praxisstelle, zugeschnitten auf das, was sich in den Monaten davor als machbar herausgestellt hat. Erklärtes Ziel ist eine Beschäftigung.
Das ist der längste Abschnitt der Maßnahme, und der entscheidende. Eine Übernahmegarantie ist es nicht, und wir versprechen sie auch nicht.
Am Ende
Eine Teilnahmebescheinigung, eine belastbare Einschätzung Ihrer Möglichkeiten und im besten Fall einen Betrieb, der Sie schon kennt. Ein anerkannter Berufsabschluss ist FibA nicht, dafür gäbe es die Umschulung.
Der Zugang läuft über eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, kurz LTA. Dahinter steht der Gedanke, dass ein gesundheitlicher Einschnitt nicht das Ende des Erwerbslebens bedeuten soll: Der Reha-Träger übernimmt die Maßnahme, die den Weg zurück ebnet.
Wer zuständig ist, hängt von Ihrer Versicherungsgeschichte ab. In vielen Fällen ist es die Deutsche Rentenversicherung. Geprüft wird dabei nicht nur die gesundheitliche Seite, sondern auch die versicherungsrechtliche, allen voran eine Wartezeit von 15 Jahren.
Dann rufen Sie trotzdem an. Erfahrungsgemäß verläuft das Gespräch beim Reha-Träger zielgerichteter, wenn Sie eine konkrete Maßnahme benennen können, statt allgemein nach Möglichkeiten zu fragen.
Wir haben zwei Angebote im Reha-Bereich. Der Unterschied liegt darin, wie klar Ihr Ziel schon ist.
| FibA (diese Seite) | ProFO | |
|---|---|---|
| Ziel | Orientierung, Stabilisierung und Rückkehr in Arbeit | Qualifizierung für Büro, Assistenz und Sachbearbeitung |
| Dauer | 10,5 Monate Vollzeit | 9 Monate Vollzeit |
| Praxis | Zwei Betriebsphasen, zusammen rund 5,5 Monate | 12 Wochen Praktikum |
| Richtung | Kaufmännisch-verwaltend oder Lager und Logistik | Ausschließlich Büro |
| Orte | Hamm, Nordhorn und Steinfurt | Steinfurt |
| Deutsch | mindestens B1 | mindestens B2 |
| Passt, wenn … | … die Richtung noch offen ist oder Belastbarkeit erst erprobt werden muss | … Sie wissen, dass es ins Büro gehen soll |
Mehr zu ProFO steht auf der Seite zur Weiterbildung Büro und Assistenz. Unsicher, was besser passt? Fragen Sie uns, wir klären das im Gespräch.
Fragen vorab? Rufen Sie an: 02551 81121, Mo bis Fr. Wer für Ihren Standort zuständig ist, steht auf der Ansprechpartner-Seite.
Als Faustregel: bis etwa 30 Kilometer Umkreis ist der tägliche Weg machbar. Welcher Standort für Sie in Frage kommt, klären wir im Erstgespräch.
Schulungscenter östliches Ruhrgebiet. Einzugsgebiet: Hamm, Bönen, Werne, Bergkamen, Kamen, Ahlen, Beckum, Welver und Lippetal.
Schulungscenter Grafschaft Bentheim. Einzugsgebiet: Nordhorn, Schüttorf, Bad Bentheim, Neuenhaus, Emlichheim, Lingen, Meppen und Gronau.
Hauptsitz mit Schulungsräumen und EDV-Bereich. Einzugsgebiet: Steinfurt, Emsdetten, Rheine, Greven, Horstmar, Laer, Altenberge und Nordwalde.
Nein, das ist die Ausgangslage, für die FibA gebaut ist. Die ersten drei Monate dienen ausdrücklich dazu, das herauszufinden. Wer bereits ein festes Berufsziel hat, ist bei einer Qualifizierung wie ProFO meist besser aufgehoben.
LTA steht für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Gemeint ist die berufliche Rehabilitation: Wenn Sie Ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, soll sie Ihnen einen neuen Weg eröffnen. Für FibA ist sie der übliche Zugang, weil darüber die Kosten getragen werden.
Ja, und es ist sogar sinnvoll. Wer weiß, welche Maßnahme er beantragen möchte, kann das im Gespräch mit dem Reha-Träger konkret benennen. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen dafür üblicherweise gebraucht werden.
Nein. Weder im Formular noch im Erstgespräch fragen wir nach Diagnosen oder Einschränkungen. Was gesundheitlich möglich ist, klärt Ihr Reha-Träger im Bewilligungsverfahren. Uns interessiert, ob Standort und Zeiten für Sie funktionieren.
Nicht zu Beginn. Beide Richtungen sind Teil der Maßnahme: kaufmännisch-verwaltende Qualifizierung auf der einen Seite, Lager und Logistik auf der anderen. Wohin es geht, zeigt sich in den ersten Monaten und in der betrieblichen Phase.
Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr, in Präsenz an Ihrem Standort. In den beiden betrieblichen Phasen gelten die Zeiten des Betriebs. Online oder in Teilzeit läuft FibA nicht.
Das ist eine der häufigsten Sorgen und einer der Gründe für den stufenweisen Aufbau. Die Maßnahme beginnt nicht im Betrieb, sondern mit drei Monaten im Unterricht, und die Gesundheitsförderung läuft durchgehend mit. Wie belastbar Sie sind, wird nicht vorausgesetzt, sondern erprobt.
Den nächsten möglichen Termin und die freien Plätze am jeweiligen Standort nennen wir Ihnen im Erstgespräch. Da die Bewilligung durch den Reha-Träger Vorlauf braucht, lohnt sich eine frühe Anfrage.
Ein Anruf verpflichtet zu nichts. Er klärt nur, ob dieser Weg für Sie in Frage kommt, und was Sie dafür brauchen. Über Ihre Gesundheit sprechen wir dabei nicht.
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